Camino del Norte – San Sebastian, Zarautz, Deba – Teil 2

Auf dem Camino del Norte nach Santiago de Compostela

Heute geht es weiter mit dem zweiten Teil meiner Wanderung auf dem Camino del Norte, dem Jakobsweg an der spanischen Atlantikküste. Den ersten Teil über die Etappe von Irun nach San Sebastian kannst Du HIER nachlesen. In diesem Bericht erfährst Du alles Wichtige und Wissenswerte über den Pilgerweg von San Sebastian über Zarautz nach Deba.

Tag 3 – San Sebastian – Orio – Zarautz
21 km – 5,5 Stunden – 560 HM

Nach der gestrigen 8-Stündigen Wanderung mit 900 Höhenmetern, war die heutige Etappe von San Sebastian nach Zarautz fast entspannend. Wobei ich sagen muss, dass auch 560 Höhenmeter nicht zu unterschätzen sind.

Gerade weil es ziemlich heiß war, kam ich schon ordentlich ins Schwitzen. Und das mitten im Oktober. Kurz nach San Sebastian kam ich an einer witzigen Raststelle für Pilger vorbei. Da standen einfach ein paar Stühle, zwei Tischchen und einige Wasserflaschen für Pilger am Wegesrand. Ich bin ja immer ein wenig skeptisch und würde nicht einfach so ein Wasser trinken, von dem ich nicht weiß, wie lange es da schon steht. Aber die Idee war echt nett. Sollten die Leute, die sich immer so lieb darum kümmern, das hier lesen, dann von dieser Stelle aus ganz herzlichen Dank dafür! An der Wand stand dann auch, dass es noch 795 km nach Santiago de Compostela wären. Schon noch ein Stück!

Im Fischerdorf Orio habe ich dann Mittagspause gemacht. Ich war immer wieder fasziniert, was für nette Örtchen ich auf meinem Weg durchquerte. Orio gehörte auch zu den Orten, die ich besonders zauberhaft fand.

Bereits am frühen Nachmittag erreichte ich Zarautz. Ich war fast ein wenig überrascht, als ich plötzlich den Strand und die Häuser von Zarautz unter mir sah. Nun ging es noch einige Höhenmeter bergab und ich erreichte Zarautz. Direkt am Ortseingang befand sich das Zarautz Hostel. Es ist relativ klein, aber sehr gemütlich mit einer hübschen Dachterrasse. Das Zarautz Hostel ist ganz nah am Jakobsweg. Zu Fuß erreicht man schnell den Ortskern von Zarautz und auch das Meer. Ein paar Meter vom Zarautz Hostel weg, fahren aber auch Busse, wenn man zu müde ist, noch selbst in die Stadt zu laufen.

Tag 4 – Zarautz – Deba
25 km – 6 Stunden – 500 HM

Obwohl im Zarautz Hostel das Frühstück inklusive war, brach ich schon wieder relativ früh auf, ohne vorher zu frühstücken. Beim Bäcker in Zarautz holte ich mir noch Verpflegung für unterwegs. Langsam gewöhnte ich mich an das Aufbrechen im Morgengrauen. Es war immer eine ganz besondere Stimmung, wenn es langsam hell wurde und die Sonne aufging.

Nach wenigen Kilometern erreicht man Getaria, einen Fischerort mit einer ungewöhnlich großen, gotischen Kirche. Ein kleiner Umweg über den Ortskern lohnt sich auf jeden Fall.

Heute ging teilweise ein so extrem starker Wind, dass ich oft Mühe hatte, auf meinen Beinen zu stehen. Trotz der milden Temperaturen wurde es plötzlich aufgrund des starken Windes richtig unangenehm kalt. Bei 10 Grad weniger möchte ich diesen Wind nicht erleben. Wie auch schon die Tage davor, wanderte ich heute immer wieder über mittelalterliches Kopfsteinpflaster. Das sieht zwar wirklich toll aus, aber wenn es sich kilometerlang erstreckt, ist das teilweise ziemlich anstrengend.

Der heutige Tagesstop war in Deba. In Deba gibt es auch eine Pilgerherberge. Die sah allerdings auf Fotos und von Beschreibungen her nicht so ansprechend aus. Von daher entschied ich mich für die Pension Zumardi, die mir aber relativ wenig Pilgerfeeling gab. Vielleicht würde ich mich in Zukunft eher für keine Pension entscheiden.

Deba gefiel mir nicht soooo gut. Der Ortskern ist recht klein und überschaubar.  Außerdem fand ich das Feeling am Meer auch nicht so besonders. Es war nichts los und so leergefegt fand ich es nicht besonders stimmungsvoll. Vielleicht lag es auch daran, dass an diesem Tag das Wetter eher trüb war. Trotzdem habe ich den restlichen Tag sehr genossen.

Was es sonst noch zu sagen gibt

Die Kilometer die ich an diesen Tagen zurück legte, fand ich ideal. Ich war abends nicht zu müde, um mir noch die Ortschaften anzusehen, in denen ich übernachtete. Da ich immer schon am frühen Nachmittag in der Unterkunft ankam, blieb noch genügend Zeit, nach einer Dusche und einem Mittagsschläfchen mit neuer Kraft raus zu gehen.

Der Wind an Tag 4 war so heftig, dass ich plötzlich Mütze und Handschuhe brauchte. Auch wenn es an einem Tag extrem heiß ist, so kann es an der Atlantikküste ganz schnell anders werden.

Bei der Ausrüstung vom Rucksack über Wanderschuhe bis hin zum Waschbeutel setze ich auf Sport Scheck. Ich kaufe dort am Liebsten ein.

 

Hier geht’s zurück zur vorherigen Etappe von Irun nach San Sebastian.
Hier geht’s weiter zur nächsten Etappe von Deba nach Gernika.

Alle anderen Berichte über den Jakobsweg findest Du HIER.

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Ich empfehle Dir auch auf jeden Fall den Outdoor Wanderführer auf dem Jakobsweg Küstenweg von San Sebastian nach Zarautz. Natürlich ist der komplette Camino del Norte darin zu finden.

 

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