London in vier Tagen – Sightseeing im Schnelldurchlauf

London in vier Tagen – stressig aber machbar!

London muss man gesehen haben. Hatte ich bisher noch nicht. Aber nun war ich sogar zweimal in einem Jahr.
Fakten über London muss ich hier nicht groß niederschreiben. Jeder kennt London. Jeder träumt davon, einmal dort hin zu kommen.
Nachdem ich nicht wusste, wann ich wieder komme, wollte ich in kurzer Zeit möglichst viel sehen. Natürlich war das stressig, aber dafür habe ich echt unheimlich viele Eindrücke bekommen.

Die Anreise nach London

Bei meiner ersten London Reise hatte ich gar nicht vor, dorthin zu reisen. Ich gab einfach im Reiseportal  Momondo „egal wann, egal wohin“ ein. Und schon wurde mir ein günstiger Flug nach London für knapp 70 Euro hin und zurück angeboten. Da konnte ich wirklich nicht nein sagen. Nachdem ich im vergangenen Jahr viel gereist bin und noch einige Reisen vor mir hatte, beschloss ich, in einem günstigen Kapselhotel zu übernachten. So etwas muss man definitiv mal ausprobiert haben. Obwohl ich nicht damit gerechnet hatte, war ich vom Kapselhotel richtig begeistert. Meinen ausführlichen Bericht über meinen Aufenthalt im Kapselhotel könnt Ihr HIER lesen.

Die zweite London Reise sollte zu einem festen Datum stattfinden. Schon war es nicht mehr so einfach, einen günstigen Flug zu bekommen und ich blätterte knapp 200 Euro hin. Eigentlich wäre es noch teurer geworden, aber ich machte einen Zwischenstopp für eine Nacht in Dublin. Durch diesen Zwischenstopp wurde der Flug deutlich günstiger, zumal der Flug zwischen Dublin und London nur 17,00 € kostete. Hier lohnt es sich auf jeden Fall, mal zu überprüfen, ob man vielleicht mit einem Stopp in Dublin günstiger wegkommt. Und so ein Tag in Dublin mit Besuch des Trinity College und der Temple Bar ist auf jeden Fall nicht zu verachten. Den Detailbericht über meine Schnäppchenreise nach Dublin könnt Ihr HIER lesen.

Der London Pass

Der London Pass ist ziemlich teuer. Man kann mit ihm allerdings unzählige Sehenswürdigkeiten der Stadt besuchen und hat die Eintritte mit dem London Pass bereits bezahlt. Ich habe lange überlegt, ob es nicht eine günstigere Möglichkeit gäbe, die Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Gibt es nicht. Ich habe also beschlossen, ein 3-Tages-Ticket zu kaufen. Sucht man bei Facebook nach dem London Pass, dauert es nicht lange und man bekommt Werbung angezeigt und damit auch Rabattgutscheine in Höhe von 10 %. Da hatte ich dann zugeschlagen. Rechne ich die Vielzahl der Sehenswürdigkeiten zusammen, die ich mit dem London Pass besucht habe, dann hat sich die Investition wirklich gelohnt.

Um möglichst viel zu sehen und zu erleben, habe ich mir wirklich von Tag zu Tag überlegt, was ich sehen möchte und was zeitlich drinnen ist. Nachdem viele Sehenswürdigkeiten erst um 10 Uhr öffnen und bereits um 16 Uhr wieder schließen, ist das Zeitfenster doch sehr gering. Die Transferzeit zwischen den Sehenswürdigkeiten ist oft auch nicht ohne. Man hat also die Wahl zwischen „ewig lange Zeit lassen und wenig, dafür aber intensiv sehen“ oder „ein wenig schneller, dafür aber mehr sehen“. Ich habe mich für zweiteres entschieden. Ich wollte so viele Eindrücke wie möglich von London gewinnen.

Tag 1 – London

An meinem ersten Tag reiste ich von Dublin an und war erst am späten Nachmittag in London. Nach einchecken im Peckham Rooms Hotel ging es los mit dem Sightseeing. Nachdem ich an diesem Tag den London Pass noch nicht aktiviert hatte, spazierte ich erstmal von der Tower Bridge an der Themse entlang und besuchte erstmal den Borough Market, um etwas zu essen. Dann ging es weiter Richtung London Eye. Ich muss zugeben, der Spaziergang war ziemlich lang aber schön. Am Big Ben und Westminster Abbey vorbei, ging es dann zum Buckingham Palace, an dessen Areal abends etwas weniger Besucher waren, als tagsüber. Auch den Piccadilly Circus und den Travalgar Square habe ich an diesem ersten Tag zu Fuß besucht.

 

Tag 2 – London

An Tag zwei ging es los, den London Pass zu nutzen. Das erste Highlight des Tages war ein Besuch im Tower of London. Man kann sich dort ziemlich lang aufhalten, möchte man alle Türme und Erker besuchen. Mir hat es dort richtig gut gefallen. Dass ich schon um 9 Uhr dort war, hatte den Grund, dass ich hörte, dass die dort ausgestellten königlichen Kronjuwelen ein Besuchermagnet sind und man zu späterer Stunde oft sehr lange in der Warteschlange stehen muss. Um 9 Uhr war wirklich noch gar nichts los und ich fuhr mit einer Rolltreppe mehrmals an den Kronjuwelen vorbei.

Um einen Überblick über die Stadt zu bekommen, empfiehlt es sich im Anschluss, mit dem Big Bus eine Stadtrundfahrt zu unternehmen. Man kann an unzähligen Sehenswürdigkeiten aussteigen. Das empfehle ich aber nur bedingt. Wer sich an diesem Tag zu lange mit den auf der Route liegenden Sehenswürdigkeiten aufhält, schafft die Stadtrundfahrt nicht an einem Tag. Ich habe es so gemacht, dass ich lediglich am anderen Ende der Route, beim Kensington Palace ausgestiegen bin. Das hatte den Grund, dass dieser Teil Londons am weitesten von meinem Hotel weg lag und ich am nächsten Tag mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr lange gebraucht hätte, dorthin zu gelangen. Und am weitesten weg hätte auch am teuersten mit öffentlichen Verkehrsmitteln bedeutet.

Der Besuch im Kensington Palace war ein weiteres Highlight des Tages. Vor allem der Teil des Palastes, in dem Dianas Kleider ausgestellt waren. Wäre der Eintritt nicht im London Pass enthalten gewesen, hätte ich mir überlegt, dorthin zu gehen. Nach dem Kensington Palace bin ich noch nach Notting Hill spaziert, was ganz in der Nähe liegt. Die bekannte Portobello Road mit unzähligen kleinen Läden, sollte auf jeden Fall auf dem Plan stehen, wenn man London besucht. Auch der Buchladen und die bekannte, blaue Tür aus dem Film „Notting Hill“ mit Hugh Grand und Julia Roberts, ist in unmittelbarer Nähe.

Abends, wenn die Sehenswürdigkeiten größtenteils geschlossen haben, empfiehlt sich ein Besuch bei The View from the Shard. Von hier aus hat man einen einzigartigen Blick über die Stadt, der auch in der Dunkelheit toll ist. Man sollte nur keinen Nebel- oder Regentag für den Besuch wählen.

Tag 3 – London

Eigentlich wollte ich besonders schlau sein und Westminster Abbey gleich am Morgen besuchen. Leider war im Sommer bereits gleich bei Öffnung eine riesen Schlange vor der Tür. Das hat den Zeitplan ein wenig durcheinandergeworfen. Aber wer weiß, wie groß die Menschenmassen ein paar Stunden später gewesen wären. Westminster Abbey ist nicht bloß eine große Kirche. Mit einem Audio-Guide spaziert man durch die riesige Kirche mit ihren unzähligen Seitengängen, Kapellen und Gärten. Ich war schwer beeindruckt. Besonders toll fand ich den Moment, als ich dort stand, wo William und Kate sich das Ja-Wort gaben.

Nach dem Besuch in Westminster Abbey ging es weiter zur HMS Belfast, einem Kriegsschiff aus dem zweiten Weltkrieg. Danach folgte ein Besuch im Imperial War Museum, welches übrigens kostenlosen Eintritt bietet. Hier hätte ich den London Pass also nicht gebraucht.

Dann kam das Highlight meiner London Reise. Ein Besuch auf Windsor Castle. Mit dem London Pass ist die Anreise von bestimmten Stationen in London kostenlos. Man fährt ein gutes Stück, aber die Fahrt lohnt sich in jedem Fall. Dadurch, dass es nun bereits mitten am Nachmittag war, war dort nicht mehr viel los und die langen Absperrungen für die Warteschlangen waren ohne Menschen.

Nicht nur Windsor Castle, sondern auch der ganze Ort Windsor hat mich begeistert. Aus diesem Grund werde ich in einem gesonderten Beitrag auf Windsor eingehen. Ihr dürft gespannt sein!

Tag 4 – London

An Tag 4 in London war bereits Abreisetag. Den Abflug hatte ich allerdings so spät gewählt, dass mir noch der ganze Tag zur Verfügung stand. Um das Gepäck tagsüber aufzubewahren habe ich eine tolle Seite, nämlich bag.bnb gefunden. Hier kann man angeben, wo man gerne sein Gepäck für ein paar Stunden aufbewahren will. Dann bezahlt man vorab online und bekommt die Adresse mitgeteilt. In meinem Fall war das ein Hotel.

Nach Abgabe des Gepäcks ging es zur Wachablösung am Buckingham Palace, die mehrmals pro Woche stattfindet. Hier empfiehlt es sich 45-60 Minuten früher da zu sein, denn die Wachablösung ist wirklich etwas Besonderes und unzählige Menschen wollen dabei sein.

In der Nähe vom Buckingham Palace ist das Guards Museum. Wenn man schon dran vorbeikommt, kann man hier einen kurzen Besuch abstattet, zumal der Eintritt im London Pass enthalten ist. Man schafft es, dort in einer viertel Stunde durchzugehen.

Nun ging es noch zur Tower Bridge Experience. Man geht oder fährt den hohen Tower hinauf und kann dann von einem Turm zum anderen zu Fuß drüber spazieren. Das war richtig toll und vor allem ziemlich aufregend, wenn man durch das Glas im Boden auf die Straße unter der Brücke sah.

Danach ging es langsam los zum Flughafen.

Die Oystercard für die öffentlichen Verkehrsmittel in London

Ich empfehle jedem London Besucher den Kauf der Oystercard. Man bekommt sie zum Beispiel direkt am Flughafen in Gatwick. Hier kam ich bei meinem ersten London Besuch an und bin damit gleich in die Stadt gefahren. Der Flughafen Stansted liegt weiter draußen. Hier muss man ein normales Zugticket für den Thameslink kaufen, um in die Stadt zu gelangen.

Mit der Ostercard kann man mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln in London fahren. Das Pfand für die Karte beträgt 5 Pfund, welches man bei Rückgabe der Karte wieder erstattet bekommt. Man lädt die Karte mit einem gewünschten Geldbetrag auf und das Guthaben verringert sich nach jeder Fahrt bis zu dem Betrag, bei dem der Tageshöchstpreis erreicht ist. Bevor man zum Beispiel die Tube (U-Bahn) fährt, muss man durch eine Schranke, an der man die Ostercard abscannt. Beim Verlassen an einer anderen Haltestelle passiert man wieder eine Schranke und das Restguthaben wird angezeigt.

Die Ostercard und die Oster Visitorcard unterscheiden sich meines Erachtens nicht.

Ich empfehle nicht, den London Pass kombiniert mit Guthaben für die Oystercard zu kaufen. Man hat hier keinerlei Ersparnis, dafür aber eingeschränkte Nutzungsdauer.

Und nun? Ab nach London!

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