Tape – Der Shoppingtipp für alle Sportler, Wanderer und den Rest der Welt

 

Tapen mit kinesiologischem Tape

Bevor ich Euch erzähle, wie es dazu kam, dass ich mir ein Tape kaufte, beginne ich von vorne.

Der Jakobsweg, eine unerwartete Bänderdehnung und die Notaufnahme

Wer meinen Blog aufmerksam verfolgt, weiß dass ich vor kurzem auf dem Schweizer Jakobsweg unterwegs war.

An einem Freitag sollte es losgehen. Mittwoch verabschiedete ich mich noch erwartungsfreudig im Büro und kaum war ich zu Hause, fing mein linker Fuß an zu Schmerzen. Ich hatte vor Jahren mal einen Bänderriss und in letzter Zeit bin ich auch öfter mal mit dem Fuß umgeknickt. An diesem Tag konnte ich mich aber nicht an ein derartiges Ereignis erinnern und hoffte, die Schmerzen wären am nächsten Tag weg.

Leider war das nicht der Fall. Noch in der Nacht spürte ich den Schmerz deutlich und beschloss, am Donnerstag, der dummerweise auch noch ein Feiertag war, in die Notaufnahme im Krankenhaus zu gehen. Den Besuch hätte ich mir sparen können. Der schlecht deutsch sprechende Arzt sah sich meinen Fuß gar nicht an und fragte nur schwer verständlich „wollen sie röntgen?“ Ich fragte dann doch mal nach, ob er sich meinen Fuß eventuell mal ansehen könnte. Das machen andere Ärtze ja auch so. Verdutzt sah er mich an, befolgte dann aber meine Bitte. Es stellte sich heraus, dass der Fuß nicht dick war, was schon mal ein gutes Zeichen war. In gebrochenem deutsch erklärte er mir weiter, dass Röntgen wohl keinen Sinn machen würde. Auch gut! Eigentlich wollte er mich dann unverrichteter Dinge nach Hause schicken, machte mir dann aber doch noch einen kleinen Verband mit Voltaren. Einen Bänderriss schloss ich also aus, aber nun wusste ich immer noch nicht, was ich genau hatte.

Den restlichen Tag legte ich das Bein hoch, kühlte es und machte mir Voltarenverbände. In einem Forum las ich dann die Empfehlung über ein kinesiologisches Tape.

Der Tipp mit dem Tape

Wie gesagt bekam ich den Tipp mit dem kinesiologischen Tape. Das Problem welches ich hatte war, dass ich seit knapp einem halben Jahr die Wanderung auf dem Jakobsweg vorbereitet hatte und nicht im Entferntesten daran dachte, die Reise abzublasen. Somit saugte ich jeden Tipp der sich mir bot, auf. Mir wurde empfohlen, ein kinesiologisches Tape zu kaufen und ein Youtube-Video anzusehen, welches die Korrekte Anwendung des Tape erklärt.

Nun lag der Abreisetag aber unmittelbar vor mir. Um 6:37 Uhr am nächsten Morgen sollte es losgehen. Mir blieb also nichts anderes übrig, als das Tape in der Schweiz zu kaufen. Weißt Du, was das heißt? Das bedeutet, dass ich dort mindestens das Doppelte des Preises zahlen würde, was ich in Deutschland für ein Tape zahlen würde. Aber die Zeit war zu knapp und somit biss ich in den sauren Apfel.

Die Anreise nach Interlaken zum Startpunkt des diesjährigen Jakobsweges verlief noch unter Schmerzen. Im Zug legte ich mein Bein so oft wie möglich hoch. Als wir dann am Spätnachmittag ankamen, besuchte ich sofort eine Apotheke und kaufte mir das kinesiologische Tape zu einem horrenden Preis. Der Apotheker sagte mir, dass es wohl nicht so relevant wäre, welche Farbe man verwenden würde. Somit kaufte ich mir ein blaues kinesiologisches Tape, denn meine Kleidung war fast ausschließlich pink und ein wenig Kontrast machte sich sicher gut. Denn das Auge geht ja schließlich auch mit!

Was genau ist ein kinesiologisches Tape?

Ein kinesiologisches Tape wird auch Physiotape genannt. Hierbei handelt es sich um eine Art elastischen, selbstklebenden Verband. Ein Tape wird aber nicht wie ein Verband eingesetzt. Durch den Einsatz verschiedener Techniken wird das Tape auf die Haut geklebt und erzielt unterschiedliche Wirkungen, die allerdings nicht wissenschaftlich bestätigt sind. Jeder muss also für sich selbst entscheiden, ob er mal ein Tape ausprobierten möchte, oder nicht.

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Die Wanderung mit dem Tape

Am nächsten Morgen vor unserer ersten 30 Kilometer langen Etappe, suchte ich mir ein passendes Youtube-Video raus, welches meinen Beschwerden am Besten entsprach. Unter „Bänderdehnung und Tape“ fand ich DIESES Video. In knapp 3 Minuten wird die richtige Anwendung des Tapes bei Problemen mit den Bändern erklärt. Ich habe wie oben schon erwähnt nur eine einzige Farbe gekauft und auch verwendet.

Beim ersten Aufkleben des Tape bekam ich Hilfe von meinem Mitpilger, denn irgendwie war das schon aufregend. Aber es funktionierte einwandfrei und sah am Fuß echt professionell aus.

Während der ersten Wanderung hatte ich wirklich das Gefühl, dass das Tape mir Halt gab und den Fuß stützte. Die ersten Kilometer wanderte ich noch etwas unbeholfen und vorsichtig. Aber je weiter wir kamen, desto sicherer wurde ich. Dazu muss ich sagen, dass die Schmerzen am Tag der Wanderung zum ersten Mal etwas leichter waren und ich somit von Haus aus ein besseres Gefühl hatte.

Nach den ersten 30 Kilometern konnte ich sagen, dass mir das Tape gut tat und auf jeden Fall nicht geschadet hat. Der Fuß erholte sich tatsächlich von Tag zu Tag mehr und das Tape gab mir Sicherheit und Stütze. Ich bin mir absolut sicher, dass ich mit dem Tape festeren Halt hatte. An den Stellen wo sich das Tape befand, bekam ich auch keine Blasen. Also doppelter Erfolg!

Nachdem die Anwendung sooo easy war, habe ich nun echt überlegt, ob ich nicht öfter mal ein Tape auch für andere Wehwehchens ausprobieren sollte. Ein Tape kostet in Deutschland nicht viel und warum sollte man es nicht einfach mal ausprobieren? Ich hatte das mit 5 cm Breite gekauft und fand es super.

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